7 schwere Jungs: Arsen – 1 Lebensmittel ist der HauptlieferantArsen nehmen wir hauptsächlich über die Nahrung auf. Dabei sind es nur wenige Lebensmittel, die bedenklich sind. Welche das sind, und worauf Sie beim Einkauf achten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

In Teil 3 der Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“ geht es um das Arsen. Falls Sie den Auftaktartikel noch nicht gelesen haben, finden Sie nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Unter Schwermetallen versteht man Metalle ab einem bestimmten Gewicht pro cm3, allerdings hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen auch das Halbmetall Arsen und das Leichtmetall Aluminium dazugesellt, es geht bei der Nutzung des Wortes also mehr darum, die Toxizität deutlich zu machen. Schwierig ist das bei all jenen Schwermetallen, die der Körper in Spuren braucht, wie beispielsweise Kupfer, Mangan, Nickel etc, denn hier darf weder ein Mangel noch eine Überdosierung auftreten.

Aufgrund zahlreicher Studien wissen wir inzwischen, dass Schwermetalle zahlreiche und dramatische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und viele, schwere Krankheiten verursachen können. Sie bilden freie Radikale und lassen uns schneller Altern, sie können die Psyche sowie das Verhalten verändern, das Immunsystem schädigen bis hin zu Autoimmunerkrankungen, sie verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumore sowie neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder MS.

Die Frage, ob wir belastet sind, stellt sich laut führenden Experten auf diesem Gebiet nicht, da wir im täglichen Leben mit zahlreichen der Stoffe konfrontiert sind. Besonders gefährlich ist der Cocktail verschiedener Schwermetalle und Chemikalien, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken können. Es gibt einige wenige Möglichkeiten, die Stoffe auch wieder loszuwerden, allerdings sollten diese Ausleitungsverfahren therapeutisch betreut werden. Eine Checkliste zur Auswahl eines Therapeuten können Sie sich am Ende des Artikels herunterladen.

Hintergründe und Details und vor allem zahlreiche Tipps, wie Sie Ihre Schwermetallbelastung im Alltag senken, finden Sie im Auftaktartikel.

Was bewirkt Arsen in unserem Körper?

Das Halbmetall Arsen ist als krebserzeugend eingestuft, das bedeutet es gibt hinreichend belegte Zusammenhänge zwischen der Aufnahme von Arsen und der Entstehung von Krebs. Inzwischen ist auch bekannt, dass dafür bereits geringe Dosen ausreichen. Anorganisches Arsen ist deutlich giftiger als organisches Arsen.

Arsen bewirkt vor allem Krebs in den Atemwegen und der Haut, Hinweise gibt es auch für einen Zusammenhang mit Tumoren im Magen-Darmtrakt. Akute Vergiftungen betreffen vor allem das Nervensystem. Arsen behindert aber auch die Funktionen der Mitochondrien, unserer Zellkraftwerke, beeinträchtigt unser Immunsystem und hemmt die DNA-Reparatur, einen ganz wesentlichen körpereigenen Reparaturmechanismus.

Arsen hat eine relativ kurze Halbwertszeit im menschlichen Körper von wenigen Stunden bis hin zu 280 Tagen. Die längere Halbwertzeit betrifft das Arsen, das in Leber, Nieren, Milz, Lungen, Haut, Muskeln und Knochen eingelagert war.

Symptome einer chronischen Arsenvergiftung:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Schwäche
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall oder Obstipation
  • ggf. Gastritis oder Bronchitis

Woher kommt Arsen in unserem Alltag?

Quelle #1 – Reis

Die Reispflanze nimmt Arsen aus dem Boden auf und reichert es in den Körnern an, mehr als alle anderen Pflanzen. Zusätzlich kann arsenbelastetes Grundwasser, der Einsatz von arsenhaltigen Pestiziden oder Herbiziden, Bergbau oder metallverarbeitende Industrie den Arsengehalt von Reis in die Höhe treiben. Das Arsen reichert sich etwas mehr in den Schalen an, was die Belastung für Vollkornreis noch ein wenig erhöht, ist aber im gesamten Korn enthalten. Durch das Kochen ändert sich der Arsengehalt nicht. Problematisch ist hierbei, dass der Reis besonders viel anorganisches Arsen enthält, also die deutlich toxischere Variante des Arsens. Forscher der schottischen University of Aberdeen fanden in Reis aus Bangladesh und China hohe Mengen an Arsen, während Reis aus Ägypten und Indien relativ gering belastet war.

Quelle #2 – Schalentiere und Fisch, Algen

Fisch enthält zwar ebenfalls Arten, aber in der deutlich weniger gefährlichen organischen Variante. Vor allem Matjes scheint stark belastet zu sein. Allerdings sind Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fisch nicht bekannt. Aufgrund der gesunden Omega-3 Fettsäuren sollte Fisch auch Bestandteil der Ernährung sein. Bei Algen sollte man ggf. Auf Zuchtalgen ausweichen und hinterfragen, wo diese gezüchtet wurden.

Quelle #3 – Hühnerfleisch aus USA

as bei uns undenkbar ist, ist in USA eine Vorschrift für Geflügelzüchter: Dem Hühnerfutter muss Arsen beigemischt sein. Dadurch würde das Fleisch eine schöne, gesunde Farbe bekommen. Hm… Klingt erst einmal völlig befremdlich. Etwas verständlicher wird es, wenn man weiß, dass Arsen für Hühner ein essentielles Spurenelement ist, aber eben auch nur das. Die zugefütterten Mengen sind enorm, und bei Untersuchungen von konventionell gezüchteten Hühnern wurden stets hohe Arsenwerte im Fleisch gefunden. Anders sieht es bei Bio-Geflügel aus denn heir dürfen keine arsenhaltigen Futterzusätze verwendet werden. Beunruhigend ist diese Information insbesondere vor dem Hintergrund des momentan verhandelten Freihandelsabkommens mit den USA. Eventuell haben Sie schon von der Praxis der Amerikaner gehört, Hühnchen mit Chlor zu „waschen“ bevor sie in den Verkauf gehen. Wir können nur hoffen, dass zumindest die Deklarationsregeln transparent machen werden, woher das Tier stammt. Am besten schützen wir uns aber sicher, wenn wir regional und Bio kaufen…

Diverse weitere Quellen

Arsen kommt in manch anderen Produkten vor oder bei deren Produktion zum Einsatz, allerdings dürften die meisten von uns wenig Kontakt damit haben. Darüber hinaus kann Arsen in sehr geringen Mengen auch in anderen Getreidearten, Gemüse, Nüssen und Früchten enthalten sein.

Produkte , die Arsen enthalten oder bei der Produktion benötigen: Herstellung von Halbleiter- oder photoelektrischen Komponenten (insbesondere Galliumarsenid), bei Elektroplattierungs-, Galvanisierungs- und Ätzungsverfahren, in einigen Fungiziden und Pestiziden, in der chemischen Verfahrenstechnik (Reagenzien, Katalysatoren), in Feuerwerkskörpern (intensive weiße und blaue Farben), in Ledergerbstoffen, in der Taxidermie, im Textildruck, in Blei- und Kupferlegierungen (Kabelummantelungen, Lötmetalle, Kugeln) und speziellen Zweigen der Glasfabrikation (Opalglas, Entfärbungsmittel), in Holzschutzmitteln, im Bakterizid in PVC.

Wie können Sie sich vor Arsen schützen?

  • Kaufen Sie Bioreis und achten Sie auf das Herkunftsland. Kaufen Sie bevorzugt Reis aus Ägypten oder Indien.
  • Kaufen Sie kein Hühnchenfleisch aus USA. Reisen Sie in den USA, so meiden Sie Hühnerfleisch oder fragen nach Bio-Hühnchen.
  • Kaufen Sie Algen aus Bio-Anbau und hinterfragen Sie die Anbaumethode. In Hochstressphasen nehme ich zusätzlich etwas Omega-3 ein. Das beziehe ich von einem Hersteller*, der das Omega-3 aus den Algen herstellt, die ja die Quelle des Omega-3 im Fisch sind. Diese Algen aber werden in Süßwassertanks angebaut, um das Problem der Schermetallbelastung in unseren Meeren zu umgehen.
  • Zigarettenrauch verstärkt die Wirkung von Arsen und verdreifacht das Risiko für Lungenkrebs
    [1].

Weitere Tipps, wie Sie sich grundsätzlich vor Schwermetallen schützen, nicht nur vor Arsen, finden Sie im Auftaktartikel zur Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“. Dort finden Sie auch Informationen, wie man Schwermetalle wieder los wird. Wie bereits oben erwähnt, sollte das nur unter therapeutischer Begleitung stattfinden. Hierfür habe ich eine Checkliste entwickelt, die Sie sich hier herunterladen können:

 

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Weiterführende Links

[1] http://www.naturheilpraxis-hollmann.de/Arsen.htm

 

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Bilder:
Reis © kamuelaboy via morguefile.com

 

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