Cadmium reichert sich in grünen Blattgemüsen an, z.B. Spinat

Cadmium reichert sich in grünen Blattgemüsen an, z.B. Spinat

Cadmium ist nicht unbedingt die N° 1, wenn man an Schwermetalle denkt. Allerdings sind wir alle täglich Cadmium ausgesetzt. Die EU hat Cadmium als “zu verbannende Substanz” eingestuft. Grund genug, sich etwas näher mit diesem Metall auseinanderzusetzen. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie in Sachen Cadmium achten müssen…

Inzwischen sind wir bei Teil 6 der Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“ angelangt. Diesmal geht es um das Cadmium. Falls Sie den Auftaktartikel noch nicht gelesen haben, finden Sie nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Unter Schwermetallen versteht man Metalle ab einem bestimmten Gewicht pro cm3, allerdings hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen auch das Halbmetall Arsen und das Leichtmetall Aluminium dazugesellt, es geht bei der Nutzung des Wortes also mehr darum, die Toxizität deutlich zu machen. Schwierig ist das bei all jenen Schwermetallen, die der Körper in Spuren braucht, wie beispielsweise Kupfer, Mangan, Nickel etc, denn hier darf weder ein Mangel noch eine Überdosierung auftreten.

Aufgrund zahlreicher Studien wissen wir inzwischen, dass Schwermetalle zahlreiche und dramatische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und viele, schwere Krankheiten verursachen können. Sie bilden freie Radikale und lassen uns schneller Altern, sie können die Psyche sowie das Verhalten verändern, das Immunsystem schädigen bis hin zu Autoimmunerkrankungen, sie verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumore sowie neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder MS.

Die Frage, ob wir belastet sind, stellt sich laut führenden Experten auf diesem Gebiet nicht, da wir im täglichen Leben mit zahlreichen der Stoffe konfrontiert sind. Besonders gefährlich ist der Cocktail verschiedener Schwermetalle und Chemikalien, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken können. Es gibt einige wenige Möglichkeiten, die Stoffe auch wieder loszuwerden, allerdings sollten diese Ausleitungsverfahren therapeutisch betreut werden. Eine Checkliste zur Auswahl eines Therapeuten können Sie sich am Ende des Artikels herunterladen.

Hintergründe und Details und vor allem zahlreiche Tipps, wie Sie Ihre Schwermetallbelastung im Alltag senken, finden Sie im Auftaktartikel.

In welchen Alltagsgegenständen ist Cadmium enthalten?

Cadmium wird für Solarpanele verwendetCadmium kommt natürlich in der Erdkruste vor, gewöhnlich zusammen mit Zink, Blei und Kupfer, sowie in Meerwasser. Cadmium rostet nur sehr langsam, und ist daher für die Industrie interessant. So wird es beispielsweise in Batterien, Pigmenten und Stabilisatoren in Kunststoffen, Farben, Rostschutzüberzügen, Emaille, Photozellen und Legierungen eingesetzt. Solange man nicht in einer Industrie arbeitet, die diese Produkte herstellt, oder direkt neben einer solchen Industrie wohnt, gibt es zwei Hauptquellen:

Quelle #1 – Zigaretten

Ich weiß, es wird langsam langweilig. Ehrlich gesagt hätte ich mir vor der Erstellung dieser Artikelserie nie vorstellen können, was neben Teer und Nikotin noch so alles in Zigaretten steckt. Bisher stieß ich auf Blei, Chrom VI und Cadmium. Und Zigarettenrauch verstärkt den Schaden, den Arsen anrichten kann… Tabakblätter reichern Cadmium natürlich in hohem Maße an, in diesem Fall scheint also auch der Griff zur Bio-Zigarette nicht viel zu helfen.

Quelle #2 – Lebensmittel

Für alle Nichtraucher bleiben Lebensmittel als mögliche Cadmiumquelle. Cadmium reichert sich in der Nahrungskette an. Eingebracht wird das Cadmium zum Beispiel durch Industrie-Emissionen, durchs en natürlichen Cadmiumgehalt des Bodens, aber vor allem durch Phosphatdünger. Zudem können Emaille und Plastik Cadmium an Lebensmittel abgeben. Die höchsten Cadmiumwerte finden sich in grünen Blattgemüsen, speziell Kopfsalat und Spinat, Kartoffeln, Getreide, Wilzpilzen, Kakaopulver, getrocknetem Seetang, Schalentieren und Innereien wie Niere und Leber. Außerdem in Ölsaaten: Mohn, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam.

Weitere Quellen

Cadmium in roter und gelber KeramikHierzu zählen Töpferwaren, speziell aus südlichen Ländern in starken roten und gelben Farbtönen. Gerade wenn diese schon älter sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Cadmium in der Glasur enthalten ist. Auch PVC-Behälter sind eine Gefahr, ebenso wie Kunststoffe. Haushaltsabfälle sind eine Quelle von Cadmiumverunreinigungen. Dies kann zum Beispiel durch das sorglose Wegwerfen von Batterien entstehen. Hier sollte jeder seinen Teil beitragen, und gefährliche Stoffe immer und ohne jede Ausnahme zu den entsprechenden Sammelstellen bringen.

Was bewirkt Cadmium in unserem Körper?

Cadmium schädigt Nieren, Lunge sowie die Knochen und kann zu Lungenkrebs führen. Cadmium ist als krebserregend eingestuft, und es ist schon in kleinen Mengen toxisch. Von der EU wurde es als eine der “zu verbannenden Substanzen” deklariert. In Deutschland wurden bereits Anstrengungen unternommen und neue Verordnungen für die Düngerausbringung sowie Batterien erlassen.

Cadmium wird vom Körper nicht sehr gut aufgenommen, wobei sich dies je nach Aufnahmeart unterscheidet:

  • 25 Prozent Absorption wenn es eingeatmet wird
  • 1 – 10 Prozent bei oraler Aufnahme
  • < 1 Prozent bei Hautkontakt

Cadmiumstaub in kleiner Größe, wie er beispielsweise im Zigarettenrauch vorkommt, wird besser absorbiert als größere Partikel. Zudem besteht ein Zusammenhang zum Eisen- und Calciumgehalt im Körper. Je niedriger diese sind, desto mehr Cadmium nimmt der Körper auf.  Unabhängig vom Aufnahmeweg verteilt sich Cadmium im ganzen Körper, wobei die höchsten Konzentrationen in Leber und Nieren vorkommen. Dummerweise hat Cadmium im menschlichen Körper eine Halbwertzeit von mehr als 26 Jahren. Neben den oben bereits genannten Schäden wirkt sich Cadmium auch schädlich auf den Blutdruck aus und schädigt das Zentrale Nervensystem. Es wird in Zusammenhang gebracht mit verringerter Aufmerksam- sowie Merkfähigkeit.

Cadmium kann die Plazentaschranke überwinden und somit das ungeborene Kind schädigen. Eine zuverlässige Aussage über die Cadmiumwerte des Körpers lässt sich über Urin- und Bluttests treffen. Bluttests zeigen eher eine akute Belastung, während über den Urintest die Gesamtbelastung des Körpers gemessen werden kann.

Wie kann ich mich vor Cadmium schützen?

  • Stark belastete Lebensmittel meiden.
  • Greifen Sie insgesamt zu Biogemüse. Eine große Metastudie
[2] zeigt, dass die Cadmiumwerte in Biogemüse um 48% geringer sind als in konventionell angebautem Gemüse. Das mag zwar auf den ersten Blick ein wenig teurer erscheinen, aber der Gesundheit tut es auf jeden Fall gut. Neben geringeren Cadmiumwerte hatte das Gemüse übrigens auch deutlich höhere Werte bei den Antioxidantien, die wir aufgrund er allgemeinen Belastung mit Toxinen dringend benötigen.
  • Nickel-Cadmium-Batterien außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren und zur Entsorgung geben.
  • So, das war es schon für dieses Mal. Ich würde ich freuen, wenn Sie ein paar Gedanken hinterlassen. Wo fällt Ihnen das Umdenken leicht? Was ist eher schwierig? In welcher Form könnten Sie Unterstützung gebrauchen? Lassen Sie es mich wissen, wer weiß, vielleicht habe ich ja den ein oder anderen Tipp für Sie!

    In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

    Herzlichst,
    Ihre Christiane Mohr

     

    PS: Weitere Tipps, wie Sie sich grundsätzlich vor Schwermetallen schützen, nicht nur vor Cadmium, finden Sie im Auftaktartikel zur Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“. Dort finden Sie auch Informationen, wie man Schwermetalle wieder los wird. Wie bereits oben erwähnt, sollte das nur unter therapeutischer Begleitung stattfinden. Hierfür habe ich eine Checkliste entwickelt, die Sie sich hier herunterladen können:

     

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    Weiterführende Links  

    [1] http://www.bfr.bund.de/cm/350/cadmium_in_lebensmitteln.pdf

    [2] http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/gesundheit/-/journal_content/56/12054/4065346/1:0-fürs-Bio-Gemüse/

    [3] http://www.atsdr.cdc.gov/toxfaqs/tf.asp?id=47&tid=15

     

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    Bilder:
    Spinatsalat © kamboompics via pixabay.com
    Solarzellen © Andreas-Troll via pixabay.com
    Keramik © Hans via pixabay.com