Quecksilber in Impfseren? Auch heute noch in der GrippeschutzimpfungNeben Blei ist Quecksilber eines der Schwermetalle, mit dem die meisten von uns regelmäßig in Kontakt kommen. Früher war’s das Quecksilber-Fieberthermometer und Impfungen, heute ist es die Energiesparlampe. Lernt der Mensch nicht aus? Anscheinend nicht. Aber Sie wissen nach diesem Artikel genau, wie Sie sich schützen können…

In Teil 4 der Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“ geht es um das Quecksilber. Falls Sie den Auftaktartikel noch nicht gelesen haben, finden Sie nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Unter Schwermetallen versteht man Metalle ab einem bestimmten Gewicht pro cm3, allerdings hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen auch das Halbmetall Arsen und das Leichtmetall Aluminium dazugesellt, es geht bei der Nutzung des Wortes also mehr darum, die Toxizität deutlich zu machen. Schwierig ist das bei all jenen Schwermetallen, die der Körper in Spuren braucht, wie beispielsweise Kupfer, Mangan, Nickel etc, denn hier darf weder ein Mangel noch eine Überdosierung auftreten.

Aufgrund zahlreicher Studien wissen wir inzwischen, dass Schwermetalle zahlreiche und dramatische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und viele, schwere Krankheiten verursachen können. Sie bilden freie Radikale und lassen uns schneller Altern, sie können die Psyche sowie das Verhalten verändern, das Immunsystem schädigen bis hin zu Autoimmunerkrankungen, sie verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumore sowie neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder MS.

Die Frage, ob wir belastet sind, stellt sich laut führenden Experten auf diesem Gebiet nicht, da wir im täglichen Leben mit zahlreichen der Stoffe konfrontiert sind. Besonders gefährlich ist der Cocktail verschiedener Schwermetalle und Chemikalien, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken können. Es gibt einige wenige Möglichkeiten, die Stoffe auch wieder loszuwerden, allerdings sollten diese Ausleitungsverfahren therapeutisch betreut werden. Eine Checkliste zur Auswahl eines Therapeuten können Sie sich am Ende des Artikels herunterladen.

Hintergründe und Details und vor allem zahlreiche Tipps, wie Sie Ihre Schwermetallbelastung im Alltag senken, finden Sie im Auftaktartikel.

Was bewirkt Quecksilber in unserem Körper?

Quecksilber ist eines der wirklich gemeinen Schwermetalle, denn es scheint so etwas wie der Schlüssel zur Schwermetallbelastung eines Menschen zu sein. Prof. Dr. Klinghardt, einer der ersten, der sich mit dem Thema Schwermetallvergiftung beschäftigte, stellte fest, dass mit der Entfernung von Quecksilber aus dem Organismus quasi die anderen Toxine ebenfalls eliminiert werden. Wird das Quecksilber aber nicht angegangen, so muss man bei jedem Toxin einzeln ansetzen.

Zudem scheint es die Einlagerung aller anderen Schwermetalle zu begünstigen und teilweise die Toxizität zu verstärken. 1978 veröffentlichte eine Forschergruppe einen Versuch mit Ratten

[1]. Diesen wurde eine Dosis Quecksilber verabreicht, bei der normalerweise 1% der Tiere sterben (LD1). Erwartungsgemäß starb auch 1% der Tiere. Dann gab man ihnen eine Dosis Blei, ebenfalls LD1, erneut starb 1% der Tiere. Im dritten Versuchsaufbau gab man ihnen LD1 von Blei sowie LD1 von Quecksilber, und 100% der Tiere starben. Dass ein Cocktail von verschiedenen Toxinen übrigens meist deutlich gefährlicher ist, und nicht abzuschätzen ist, wie die Stoffe im Verbund wirken, habe ich ausführlicher in meinen Buch beschrieben.

Was eine Bewertung sehr schwierig macht, ist die Tatsache, dass Quecksilber in drei verschiedenen Formen vorliegt, und diese werden unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen:

1. Metallisches (elementares) Quecksilber

Eingeatmete Quecksilberdämpfe werden zu 80 Prozent über die Lunge absorbiert, zum Beispiel durch die austretenden Dämpfe von Amalgamfüllungen, aber natürlich auch, wenn ein Fieberthermometer zerbricht oder die Energiesparlampe. Im Anschluss wird das elementare Quecksilber in den roten Blutkörperchen, in der Leber und im Gehirn zu anorganischen Quecksilberverbindungen oxidiert. Diese binden sich an schwefelhaltige Biomoleküle und stören deren Funktion (z.B. Hämoglobin und Enzyme).

Bricht hingegen ein Stück Amalgamfüllung heraus und wird verschluckt, wird das Quecksilber im Darm kaum resorbiert. Allerdings wird eine aufgebrochen Füllung mehr Quecksilberdämpfe ausgeben.

2. Anorganische Quecksilbersalze

Sie können die Blut-Hirn-Schranke sowie die Plazentaschranke kaum mehr überwinden. Über den Magen-Darmtrakt werden sie nur zu 2 – 15 Prozent resorbiert, je wasserlöslicher die Verbindung, desto besser wird sie aufgenommen. Angereichert wird das Quecksilber dann in Niere, Leber, Gehirn.

3. Organisches Quecksilber

Diese sind hoch fettlöslich und werden über den Magen-Darmtrakt zu 90 Prozent resorbiert. Aber auch Haut und Lunge gewähren Einlass. Diese Form des Quecksilbers verteilt sich gleichmäßig im Körper und kann sowohl Blut-Hirn- als auch Plazentaschranke überwinden. Untersuchungen zeigen, dass Quecksilber selbst in winzigsten Mengen für Föten und auch Kinder verheerend wirken kann.

Leider unterscheiden viele Autoren in dieser Hinsicht nicht, oder werfen gar die verschiedenen Formen ohne Kenntlichmachung in Tabellen zusammen. Ich habe tatsächlich viele, viele Stunden zu dem Thema recherchiert und kann nur sagen, ich verstehe, warum Forscher über lange Zeit forschen, bevor sie ihre Ergebnisse zusammenstellen, und selbst dann stellt sich die Frage, wie die Experimente aufgebaut waren und, und, und…

So gibt es eine Studie dazu, wie viel Quecksilber wir täglich durchschnittlich aufnehmen, aber letztendlich ist alles zu viel. Der Grenzwert, der uns in Sicherheit wiegen soll, wird zudem schnell überschritten, wenn man Amalgamfüllungen hat und dann nur einmal in der Woche 200g höher belasteten Fisch isst. Man sieht, dass wir hier nicht sonderlich viel Spielraum haben. Die amerikanische Umweltagentur hat übrigens bereits 1997 den empfohlenen Grenzwert deutlich unter dem von der WHO angesetzten Grenzwert angesetzt [2].

Für Schwangere, Stillende und Kinder weiß man, dass der Grenzwert deutlich niedriger liegen müsste, aber aufgrund fehlender Daten traut sich niemand einen Grenzwert festzulegen. Hier hilft nur, keinen der als belastet bekannten Fische zu essen.

Da Quecksilber die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, werden hauptsächlich Erkrankungen des Zentralen Nervensystems mit einer Quecksilberbelastung in Verbindung gebracht, aber auch Krebs (Quecksilber ist als krebserregend eingestuft), eine allgemeine Immunschwäche, Entwicklungs- und Verhaltensstörungen und Störungen im Mineralstoff- und Vitaminhaushalt, da Quecksilber den Stoffwechsel vieler Nährstoffe stört.

Mögliche Anzeichen für eine chronische Quecksilberbelastung:

  • Atemschwierigkeiten
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschlag
  • Immunschwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Nervenschäden, z.B. Taubheitsgefühle, Kribbeln
  • Augenstörungen (verschwommenes Sehen, eingeschränktes Gesichtsfeld)
  • Hörstörungen

Für Kinder, die während der Schwangerschaft oder im Kleinkindalter Quecksilber ausgesetzt waren, wurden verzögertes Gehen und Sprechen nachgewiesen, ebenso steht nach wie vor die Vermutung eines Zusammenhangs zu Autismus im Raum. Da bei Kindern die Blut-Hirn-Schranke noch nicht ausgebildet ist, können Schadstoffe ungehindert in das Gehirn gelangen. Im Mutterleib soll die Plazentaschranke das ungeborene Kind schützen, aber auch diese kann – wie wir ja gesehen haben – das gefährliche organische Quecksilber nicht aufhalten.

In welchen Alltagsgegenständen ist Quecksilber enthalten?

Wer bis zu den 1970 Jahren geboren wurde, kennt sie noch: Quecksilber-Fieberthermometer. Ich hoffe, Sie mussten nie die Szene erleben, in der eine verzweifelte Mutter Quecksilberkügelchen aus einem Schlingenteppich zu extrahieren versucht, nachdem sie die Kinder aus dem Zimmer gescheucht hat. Natürlich ohne Mundschutz, wer hat so was schon im Haus? Und wohin damit?

Ich habe diese Szene erlebt. Kinder machen dumme Sachen, wir haben Puppendoktor gespielt, und die Puppen hatten Fieber. Was anderes läge nahe, als der Puppe Fieber zu messen? Und natürlich mit den großen Thermometer, das die Mama ja auch verwendet… Dumm nur, dass es runterfiel und zerbrach. Wie das auf dem Teppich passieren konnte, war nie nachzuvollziehen. Jedenfalls lagen sie da – kleine silberne Kügelchen, eigentlich sehr hübsch anzuschauen. Meine Mutter bekam fast eine Herzinfarkt, als wir sie riefen. Sie scheuchte uns raus und irgendwie bekam sie vermutlich den Großteil des Quecksilbers irgendwie aus dem Teppich. Er hatte „Brandspuren“, und wir durften einige Zeit nicht mehr in das Zimmer – es musste auslüften.

Nun, die Fieberthermometer sind verschwunden (seit 2009 ist auch der Vertrieb verboten), doch statt dessen holen wir uns das Quecksilber nun mit den Energiesparlampen ins Haus. Es gab erste Berichte von akuten Quecksilbervergiftungen, nachdem Energiesparlampen zu Bruch gingen. Doch wie gefährlich sind die Energiesparlampen wirklich? Und was ist die Hauptquelle für unsere Quecksilberbelastung?

Quelle #1: Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren

Amalgamtechnologie in Energiesparlampen: Sicheres Quecksilber?

Amalgamtechnologie in Energiesparlampen: Sicheres Quecksilber?

Rund um die Energiesparlampen gab es in den letzten Jahren immer wieder Berichte. Die ersten Modelle enthielten noch deutlich mehr Quecksilber als die heutigen, da es inzwischen einen europäischen Grenzwert von 5 Milligramm pro Lampe gibt (zum Vergleich in einem Fieberthermometer befand sich bis zu 1 Gramm Quecksilber). Zudem setzen manche Hersteller inzwischen die Amalgam-Technologie ein, die das Quecksilber bei normalen Temperaturen bindet, so dass selbst bei Bruch angeblich kein Quecksilber freiwerden kann. Eine andere Vorsichtsmaßnahme ist das Ummanteln der eigentlichen Lampe mit einem Kunststoffmantel, so dass selbst bei Bruch kein Quecksilber austreten sollte. Ökotest hat 2008 Energiesparlampen getestet und stellte fest, dass einige Lampen ausdampften. Dabei handelte es sich wohl nicht um Quecksilber sondern um die bromierten Flammschutzmittel (Brom ist übrigens auch ein giftiges Schwermetall). Laut Hersteller wurden diese natürlich unterhalb der zugelassenen Höchstmengen eingesetzt. Was letztendlich alles ausgedünstet wurde, scheint aber nicht labortechnisch untersucht worden sein, sondern anhand einer „Schnupperprüfung“ und Nachfrage bei den Herstellern stattgefunden zu haben..

Quelle #2: Amalgam-Füllungen

So wie die Amalgamtechnologie in den Energiesparlampen, binden auch die Amalgamfüllungen in den Zähnen Quecksilber. Allerdings zeigt sich, dass sich das Quecksilber innerhalb der Jahre aus den Füllungen verflüchtigt. Abschleifen durch Kauen, Zähneknirschen, Zähneputzen löst winzige Mengen von Amalgam aus den Füllungen. Bei meinen Recherchen bin ich auf eine Dissertation zum Thema Abrasion aus Amalgam-Füllungen gestoßen. Das Fazit war, dass nur Kleinstmengen herausgelöst werden, die sich auch erhöhen, wenn man abrasive Zahncremes (also Zahncremes, die die Zähne schön weiß machen sollen) verwendet. Dennoch wurde der Einsatz von der angehenden Zahnärztin als sicher eingestuft. Doch wenn man weiß, dass Quecksilber auch in Kleinstmengen als hochgiftig und krebserregend eingestuft wurde, dann finde ich dieses Fazit nicht überzeugend. Anscheinend lösen auch saure Speisen, Zucker, Jodsalz, Kaugummikauen vermehrt Quecksilber aus den Zahnfüllungen, so dass in Summe doch eine hohe Belastung zusammenkommt.

Quelle #3: Kohlekraftwerke

In Deutschland sind die Kohlekraftwerke zu 50 Prozent für die Quecksilber-Emisssionen verantwortlich. Wird Quecksilber einmal in die Umwelt abgegeben, so bleibt es dort sehr lange und kann weite Strecken zurücklegen, bis es beim Abregnen dann Felder und Meere verunreinigt. In der Mitte Deutschlands, in der sich der Gürtel der Kohlekraftwerke entlangzieht, ist die Belastung zwei bis zehn Mal so hoch wie beispielsweise in München. In den Meeren reichert sich das Quecksilber in den Körpern der Meeresbewohner an – und das je nach Größe leider exponential. Im Boden wird das Quecksilber anscheinend gebunden, und Pflanzen nehmen nur relativ wenig des gefährlichen Schwermetalls auf. Durch Abholzung und Störung der Böden gelangen diese Quecksilberlager allerdings wieder in die Atmosphäre.

Quelle #4: Fische

Der größte Faktor für die Aufnahme von Quecksilber durch Lebensmittel sind große Fische. Ich habe bereits kurz die Anreicherung von Quecksilber in Fischen angesprochen. Das ins Meer gelangende Quecksilber wandelt durch die Nahrungskette seine Form. Besonders gefährlich ist die organische Form des Quecksilbers, das sogenannte Methylquecksilber. Biochemiker der Universität Hamburg konnten 2007 eine Erhöhung der Quote von Methylquecksilber nachweisen. War der Gehalt von Methyquecksilber im Wasser noch bei unter 1% des Gesamtquecksilbergehaltes, lag er beim Phytoplankton bereits bei 10% und bei fast 100% bei den Endgliedern der Nahrungskette, bei Fischen und marinen Säugetieren, erreicht. Und ganz am Ende stehen dann wird. [1]. Fische für die sehr hohe Werte nachgewiesen werden konnten sind Hai, Schwertfisch, Aal, Stör, Rotbarsch, Heilbutt, Hecht, Thunfisch und Bonito.

Quelle #5: Grippeschutzimpfung

Nach wie vor gibt es Diskussionen um die Gefährlichkeit von Impfungen. Neben dem tatsächlichen Impfstoff finden sich nämlich zahlreiche andere Stoffe, die man eigentlich nicht im Körper haben möchte, in den Impfseren. Früher war dort auch ein Konservierungsstoff namens Thiomersal enthalten, das zu 54% aus Quecksilber bestand. Es gab und gibt immer noch Wissenschaftler, die einen Zusammenhang sehen zwischen Thiomersal in Impfstoffen und Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, z.B. Autismus und Asperger Syndrom. Das Paul Ehrlich Institut verweist hingegen auf Studien, die den Zusammenhang ausgeschlossen haben. Die gute Information an dieser Stelle: In Deutschland enthalten Impfseren kein Thiomersal mehr. Aber es gibt eine Ausnahme, und das ist die Grippeschutzimpfung. Während die meisten Impfungen ja nur alle paar Jahre durchgeführt werden, lassen sich viele Menschen jedes Jahr gegen die saisonale Grippe impfen. Natürlich muss jeder selber wissen, ob man sich gegen die Grippe impfen lässt. Allerdings sollten dann auch die Fakten vollständig auf den Tisch, finde ich…

Quelle 6: Kosmetika

Falls Sie bisher der Artikelserie gefolgt sind, kennen Sie diesen Kandidaten schon: Es gab zahlreiche Untersuchungen, in denen sämtliche Höchstwerte für unterschiedliche Schadstoffe in Kosmetikproben überschritten waren. Gefunden wurde neben Blei auch Quecksilber und andere Stoffe. Vorsicht also gerade bei Lippenstiften, wo die Dämpfe dann eingeatmet werden können und so direkt ins Gehirn gelangen.

Wie kann ich mich vor Quecksilber schützen?

  • Quecksilber im ThunfischFisch aus belasteten Gewässern meiden. Schaut man sich die Verteilung der Emissionswerte in Deutschland an, wird der Fisch, der in der Nähe von Köln gefangen wurde, sicher mehr Quecksilber enthalten als der aus dem bayerischen Walchensee. Da das Quecksilber in der Atmosphäre jedoch lange Distanzen zurücklegen kann, ist das Fehlen von Kohlekraftwerken in der Umgebung sicher kein ausreichender Schutz. Prinzipiell sind Fische aus Aquakulturen weniger belastet als Wildfische, Süßwasserfische weniger belastet als Salzwasserfische. Kleine Fische haben geringere Quecksilberwerte als größere Fische: Sardinen, Heringe oder Makrelen gelten als ok, auf Hai, Schwertfisch, Aal, Stör, Rotbarsch, Heilbutt, Hecht, Thunfisch und Bonito sollte man besser verzichten.
  • Weitere Lebensmittel, für die in machen Jahren die Grenzwerte überschritten waren, sind Reis, Pilze (erstaunlicherweise Zuchtchampignons und Austernpilze). Allerdings war die Überschreitung außer beim Reis relativ geringfügig, und der hohe Ausreißer beim Reis kam auch nur in einem Jahr vor. Dennoch sind laut den Untersuchungen der BfR, Fachgruppe Expositionsschätzung und -standardisierung die beiden größten Quecksilberquellen hinter Fisch Gemüse und Getreide [4]. Grund zur Hoffnung gibt hier die Tatsache, dass es sich dabei um das anorganische Quecksilber handelt, dass erstens die Blut-Hirn-Schranke nicht verwinden kann und zweitens nur zu einem geringen Anteil vom Körper resorbiert wird [5].
  • Verzicht auf Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, speziell in den Bereichen, in denen Sie sich viel aufhalten. Es scheint zwar keine Ausdünstung von Quecksilberdämpfen zu geben, aber wer weiß… manchmal ist es ja nur eine Frage der zeit, bis solche Dinge nachgewiesen werden. Zudem besteht das Bruchrisiko (auf jeden Fall Modelle mit Plastikummantelung verwenden) und das Entsorgungsproblem. Energiesparlampen dürfen keinesfalls im Hausmüll entsorgt werden, das gefährdet Arbeiter und Umwelt. Wollen Sie energiesparende Lampen einsetzen, so steigen Sie besser auf LED um. Wissen muss man an dieser Stelle, dass für LED Lampen seltene Erden verwendet werden, bei denen man bereits heute mit Engpässen in der Zukunft rechnet. Zudem holen Sie sich ein ungesünderes Lichtspektrum ins Haus und erhöhen ihre Elektrosmog-Belastung (gilt ebenso für Energiesparlampen). Am Besten für uns sind immer noch Tageslicht, normale Glüh- und Halogenlampen.
  • Entscheiden Sie bewusst, ob Sie die jährliche Grippeimpfung tatsächlich benötigen. Sprechen Sie ggf. mit Ihrem Arzt darüber.
  • Verwenden Sie Naturkosmetik. Damit umgehen Sie nicht nur Quecksilber, sondern auch Blei, Aluminium, Cadmium, Titan sowie andere Toxine sowie gegebenenfalls Parabene, Mineralölderivate und andere Chemikalien, von denen kein Mensch weiß, was sie im Zusammenspiel in unserem Körper anrichten.
  • Lassen Sie sich keinesfalls neue Amalgamfüllungen einsetzen, auch wenn diese heute noch eine Regelleistung der Krankenkassen sind. Bei bereits bestehenden Amalgamfüllungen ist die Sache schwieriger. Sind sie noch intakt, geben Sie zwar auch noch Quecksilber ab, aber die höchste Belastung entsteht beim Einsetzen und Herausnehmen. Auf keinen Fall sollten sie Ihre Füllungen ad hoc herausnehmen lassen. Die Quecksilberentgiftung muss bereits vor der Entfernung starten und muss durch einen erfahrenen Therapeuten begleitet werden. Viele Zahnärzte sehen nach wie vor keine Gefahr von Amalgamfüllungen ausgehen, aber es gibt auch andere, ganzheitlicher orientierte Zahnärzte, die die bessere Wahl sind für die Entfernung von Amalgamfüllungen. Wenn Sie die Vermutung haben, dass Ihre gesundheitlichen Probleme mit einer Quecksilberbelastung zusammenhängen, dann suchen Sie sich einen in dieser Hinsicht sensibilisierten Zahnarzt und besprechen Sie Ihre Optionen.
  • Wenn Sie Amalgamfüllungen haben, putzen Sie nicht mit abrasiven, also weißmachenden Zahncremes, da dadurch mehr Quecksilber gelöst wird. Auch sollten Sie keinesfalls fluoridhaltige Zahncremes verwenden, da Fluor anscheinend dafür sorgt, dass noch mehr Quecksilber aus den Füllungen gelöst wird. Übrigens sind die Beweise für eine gesundheitliche Gefährdung durch Fluorid sehr massiv, so dass ich bereits seit 20 Jahren keine fluoridhaltigen Zahncremes mehr verwende. Die Fakten zum Thema Fluorid habe ich in einem anderen, sehr umfangreichen Artikel zusammengetragen.

Nach allem, was sich so an Fakten zeigt, ist der Schutz vor Quecksilber sehr wichtig, speziell aufgrund seiner Fähigkeit, andere Toxine im Körper festzuhalten, und aufgrund des Cocktaileffekts. Seien Sie also wachsam, und wenn Sie mit einem Schwermetall anfangen wollen, dann suchen Sie sich das Quecksilber aus, und machen dann mit dem Blei weiter 😉

Die gute Nachricht dabei: Wenn Sie alle Artikel lesen, werden Sie sehen, dass sich viele Tipps zur Vermeidung irgendwie wiederholen oder ähneln. Bleiben Sie dran, es lohnt sich. Und auch kleine Schritte in die richtige Richtung bringen Erleichterung für Ihren Körper!

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst,
Ihre Christiane Mohr

PS: Weitere Tipps, wie Sie sich grundsätzlich vor Schwermetallen schützen, nicht nur vor Quecksilber, finden Sie im Auftaktartikel zur Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“. Dort finden Sie auch Informationen, wie man Schwermetalle wieder los wird. Wie bereits oben erwähnt, sollte das nur unter therapeutischer Begleitung stattfinden. Hierfür habe ich eine Checkliste entwickelt, die Sie sich hier herunterladen können:

 

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Weiterführende Links

[1] Amalgam – eine Risikobewertung unter Berücksichtigung der neueren Literatur bis 2005

Originalquelle online nicht einsehbar: Schubert J, Riley EJ, Tyler SA. Combined effects in toxicology – a rapid systematic testing procedure: cadmium, mercury, and lead. J Toxicol Environ Health 1978; 4: 763 – 776

[2] https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/quecksilber/grenzwerte-und-richtwerte

[3] https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/quecksilber/gesundheitsrisiken

[4] http://www.bfr.bund.de/cm/350/aufnahme_von_umweltkontaminanten_ueber_lebensmittel.pdf

[5] INTERNATIONAL PROGRAMME ON CHEMICAL SAFETY – ENVIRONMENTAL HEALTH CRITERIA 118 – INORGANIC MERCURY

[6] http://www.zentrum-der-gesundheit.de/amalgam-entfernen-ia.html

 

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Bilder:
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