Gesunde Alternative für Zahnersatz aus KeramikDass Amalgam giftig ist, wissen wir alle seit Jahren. Viele Menschen haben daher schon ihre alten Füllungen ersetzen lassen. Braucht ein Zahn mehr als nur eine Füllung, wird das Ganze teuer und schwieriger: Bei Kronen, Brücken und Implantaten ist meist Metall im Spiel. Gold und Titan klingen stabil und vertrauenserweckend. Haltbar sind die Materialien noch dazu. Also alles gut? Leider nein…

In Teil 7 der Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“ geht es um die Zahnmetalle. Falls Sie den Auftaktartikel noch nicht gelesen haben, finden Sie nachfolgend eine kurze Zusammenfassung:

Unter Schwermetallen versteht man Metalle ab einem bestimmten Gewicht pro cm3, allerdings hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch inzwischen auch das Halbmetall Arsen und das Leichtmetall Aluminium dazugesellt, es geht bei der Nutzung des Wortes also mehr darum, die Toxizität deutlich zu machen. Schwierig ist das bei all jenen Schwermetallen, die der Körper in Spuren braucht, wie beispielsweise Kupfer, Mangan, Nickel etc, denn hier darf weder ein Mangel noch eine Überdosierung auftreten.

Aufgrund zahlreicher Studien wissen wir inzwischen, dass Schwermetalle zahlreiche und dramatische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben und viele, schwere Krankheiten verursachen können. Sie bilden freie Radikale und lassen uns schneller Altern, sie können die Psyche sowie das Verhalten verändern, das Immunsystem schädigen bis hin zu Autoimmunerkrankungen, sie verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumore sowie neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder MS.

Die Frage, ob wir belastet sind, stellt sich laut führenden Experten auf diesem Gebiet nicht, da wir im täglichen Leben mit zahlreichen der Stoffe konfrontiert sind. Besonders gefährlich ist der Cocktail verschiedener Schwermetalle und Chemikalien, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken können. Es gibt einige wenige Möglichkeiten, die Stoffe auch wieder loszuwerden, allerdings sollten diese Ausleitungsverfahren therapeutisch betreut werden. Eine Checkliste zur Auswahl eines Therapeuten können Sie sich am Ende des Artikels herunterladen.

Hintergründe und Details und vor allem zahlreiche Tipps, wie Sie Ihre Schwermetallbelastung im Alltag senken, finden Sie im Auftaktartikel.

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Sie begleiten uns täglich, 24 Stunden pro Tag. Damit nehmen Zahnmetalle eine Sonderstellung ein. Ergeben sich hier Probleme aufgrund der gewählten Materialien, wird es meist kompliziert und teuer. Und kompliziert wird es in zweierlei Hinsicht: Einerseits „glauben“ viele Ärzte nicht an chronische Vergiftungen, die aus Zahnmetallen entstehen, und so muss man erst einmal einen Therapeuten finden, der die nötigen Tests macht und dann auch bei der ggf. notwendigen Sanierung ganzheitlich und kompetent beraten kann. Wie immer führt leider kein Weg daran vorbei, sich erst selbst gut zu informieren, damit man die richtigen Fragen stellen kann… Im Folgenden finden Sie hoffentlich ein paar wertvolle Startpunkte für den „Fall der Fälle“.

Übrigens werde ich in diesem Artikel nicht auf das Thema Amalgam bzw. Quecksilber eingehen, denn dazu gab es schon einen separaten Artikel. Allerdings muss man auch die als harmlos geltenden Zahnmetalle genauer unter die Lupe nehmen, beispielsweise weil Goldkronen nur zu einem Teil als Gold bestehen…

Gold, Palladium, Platin, Nickel, Zink, Silber, Titan – Zahnmetalle bestehen aus den wildesten Legierungen

Gold als Edelmetall scheint ja erst mal eine gute Wahl zu sein. Doch Gold – und viele andere Metalle – sind schlichtweg zu weich, um den harten Anforderungen eines Zahnersatzes gerecht zu werden. Kauen, säurehaltige Lebensmittel, Zähneputzen, ein andauernd feuchtes Milieu, Bleichen der Zähne – all dies wirkt massiv auf den Zahnersatz ein. Daher wird der Zahnersatz aus Legierungen, also Mischungen von Metallen gefertigt, und da verstecken sich Stoffe, bei denen unser Verstand eigentlich sofort „halt“ schreit, zum Beispiel Cadmium, Chrom, Kobalt und Nickel. Daneben sind etliche Stoffe enthalten, von denen die meisten von uns einfach nicht genug wissen, um alarmiert zu sein: Palladium (gilt als extrem giftig), Platin (gilt ebenfalls als sehr giftig – Achtung Platinschmuck, denn natürlich werden die Toxine über die Haut aufgenommen), Titan (Titandioxid wurde 2010 von der IARC (International Agency for Research on Cancer) als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft

[1]).

Es gibt Datenbanken, in denen die möglichen Legierungen aufgelistet werden, und allein für Europa finden sich dort über 5400 verschiedene Legierungen. Was also bekommen wir wirklich in den Mund? Man kann davon ausgehen, dass je billiger der Zahnersatz, desto minderwertiger die Metalle, d.h. desto weniger Gold und umso mehr andere, ggf. gefährlichere Metalle. Wobei an dieser Stelle festzuhalten ist, dass nahezu alle Metalle aus der Zahntechnik für den Menschen keine essentiellen Spurenelemente darstellen und daher nicht von uns aufgenommen werden sollten.

Was bewirkt Gold, Palladium, Titan & Co in unserem Körper?

Da die Metalle oftmals in Form von Stiften direkt in den Knochen eingebracht werden, lagern sich die Metalle im Knochen ab, wobei auch durch Abrieb und Korrosion freiwerdende Metallionen im Skelettsystem eingelagert werden können. Die Halbwertzeit der Metalle in den Knochen beträgt bis zu 30 Jahre. Problematisch ist hierbei, dass eventuell neu eingesetzte Implantate die Giftigkeit der bereits eingelagerten Metalle aufgrund der Wechselwirkung noch deutlich erhöhen können.

Die Metalle haben folgende Wirkung:

1. Toxikologisch – Bildung freier Radikale, Verdrängung von essentiellen Mineralien und Spurenelementen

Die positiv geladenen Metall-Ionen binden sich an Schlüsselstellen in unserem Körper und blockieren so deren Funktion vollständig. Diese Schlüsselstellen sind: Enzyme, die Membranen der Nervenzellen, Neurotransmitter (chemische Vermittler von Nervenimpulsen), die Blut-Hirn-Schranke (unser wichtigster körpereigener Schutzmechanismus) sowie Zytokine und Interleukine, das Kommunikationssystem unseres Körpers.

2. Immunologisch – Aktivierung oder Hemmung des Immunsystems, Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen

Hierbei spielt die Menge des Metalls keine Rolle, denn sehr empfindliche Menschen können schon bei geringsten Mengen entzündliche Reaktionen entwickeln.

3. Mikrophysikalische Antennenwirkung

Unsere Zellen kommunizieren auf einer definierten elektromagnetischen Frequenz im Mikrowellenbereich. Die Qualität der Zellkommunikation wird durch die biologische Ordnung bestimmt, also durch die phasengleiche Ausrichtung eines frequenzgleichen Strahlenbündels. Diese Ordnung kann durch Interferenzen gestört werden, so dass die Steuerungsfunktionen im Organismus nicht mehr störungsfrei ablaufen. Es gibt vermutlich noch relativ wenige Mediziner, die diesen Zusammenhang akzeptieren oder von sich aus ansprechen würden. Im Zusammenhang mit der Mobilfunkstrahlung hat eine finnische Arbeitsgruppe nachgewiesen, dass im Umfeld von Metallen im Körper die Strahlenstärke um bis zu 700fach verstärkt wird [3]. Also zum Beispiel durch die „Mini-Antennen“ im Mund, wodurch das Risiko durch die Strahlung für das Gehirn, Augen und Rachenraum steigt. Im Jahr 2011 hat das IARC Mobilfunkstrahlen als wahrscheinliches Karzinogen der Stufe B2 eingestuft (selbe Stufe wie viele Schwermetalle). Wenn verschiedene Metalle zusammenkommen (Amalgam, Gold), wird es anscheinend besonders kritisch.

Was sind nun typische Beschwerden?

  • Müdigkeit
  • Migräne, Nervenschmerzen und Sensibilitätsstörungen
  • Gelenksschmerzen
  • Gedächtnisschwierigkeiten
  • Schleimhautentzündungen von Augen und Nebenhöhlen
  • Infektanfälligkeit

Längere chronische Belastung wird mit Multipler Sklerose und Parkinson in Zusammenhang gebracht. Außerdem ist eine niedrige chronische Belastung mit krebserregenden Substanzen als eine der Hauptursachen für Tumorerkrankungen zu sehen. Die IARC hat bislang 375 identifizierte oder potentielle karzinogene Umweltschadstoffe erfasst, viele von ihnen sind Metalle oder Metallverbindungen. [2]

Welche Alternativen gibt es zu den Zahnmetallen?

Metallfreie Alternativen gibt es wenige. Da sind einerseits die Kunststoffe, und andererseits Keramik. Kunststoffe haben mehrere Nachteile: Einerseits sind sie nicht sehr haltbar, d.h. nach fünf bis zehn Jahren müssen die Füllungen ausgetauscht werden, und jedes Mal geht ein wenig gesunde Zahnsubstanz verloren. Zudem enthält der Kunststoff selbst zahlreiche gefährliche Stoffe, die an den Körper abgegeben werden, und Allergien auslösen können. Besonders kritisch ist das Formaldehyd, das anscheinend in allen zahnärztlichen Kunststoffen vorkommt, und das hochgiftig, krebserregend und allergen ist.

Mit Keramik scheint es einen Werkstoff zu geben, der all die beschriebenen Probleme vermeidet. Als ich mir vor vielen Jahren die Amalgamfüllungen entfernen ließ, wurden diese durch Kunsstofffüllungen ersetzt. Tatsächlich mussten diese vor ca. zehn Jahren erneuert werden. Ich entschied mich damals für Cerec-Keramikinlays. Andres, als bei meinem damaligen Zahnarzt, bei dem ich drei Sitzungen mit Abdruck (inklusive Würgalarm) und allem hinter mich hätte bringen müssen, wurden bei meinem jetzigen Zahnarzt die Zähne per Computer vermessen und dann innerhalb einer Sitzung ein Inlay eingebracht, Dauer etwas über eine Stunde. Aufgrund der geringeren Anzahl an Sitzungen, war das Keramikinlay tatsächlich sogar etwas billiger als die von meinem vorherigen Zahnarzt angebotene Variante. Inzwischen gibt es auch Keramikimplantate, die vollständig metallfrei sind und auf Zirkoniumdioxid basieren.

Das können Sie auf jeden Fall tun…

Zahnmetalle - Gold, Palladium, Platin, Nickel, Zink, Silber, Titan - Gefahr für die GesundheitWenn Sie Zahnmetalle im Mund haben, bleichen Sie Ihre Zähne nicht mit Wasserstoffperoxid (setzt definitiv mehr Amalgam frei).

Vorsicht auch mit fluoridhaltigen Zahncremes (einen ausführlichen Artikel zum Thema Fluor habe ich bereits vor einiger Zeit veröffentlicht), denn auch diese können vermehrt Amalgam lösen, aber anscheinend auch einen extremen Anstieg in der Ionenfreisetzung aus titanhaltigen Zahnmaterialien bewirken.

In diesem Sinne: Machen Sie das Beste aus Ihrem Lächeln und bleiben Sie gesund!

Herzlichst,
Ihre Christiane Mohr

 

PS: Weitere Tipps, wie Sie sich grundsätzlich vor Schwermetallen schützen, nicht nur im Rahmen der Mundhygiene, finden Sie im Auftaktartikel zur Serie „7 schwere Jungs – Warum Sie sich vor diesen 7 gefährlichen Schwermetallen schützen müssen“. Dort finden Sie auch Informationen, wie man Schwermetalle wieder los wird. Wie bereits oben erwähnt, sollte das nur unter therapeutischer Begleitung stattfinden. Hierfür habe ich eine Checkliste entwickelt, die Sie sich hier herunterladen können:

 

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Weiterführende Links  

[1] IARC – INTERNATIONAL AGENCY FOR RESEARCH ON CANCER (2010): Carbon black, titanium dioxide, and talc. IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans. Vol. 93. International Agency for Research on Cancer, World Health Organization, Lyon, France.

[2] IARC – INTERNATIONAL AGENCY FOR RESEARCH ON CANCER (2004): Overall Evaluations of Carcinogenicity to Humans As evaluated in IARC Monographs Volumes 1-88. International Agency for Research on Cancer, World Health Organization, Lyon, France.

[3] http://www.symptome.ch/blog/elektrosmog-die-schaedliche-strahlung/

[4] http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2011/pdfs/pr208_E.pdf

 

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Bilder:
Zahnbürste © cohdra via morguefile.com
Zahnersatz © ennelise  via pixabay.com