tritaclean lifestyle - die 3 vergessenen SäulenClean Eating ist seit einiger Zeit en vogue. Kombiniert man das Essen noch mit Bewegung, wird das Ganze gleich als „ganzheitlicher Ansatz“ verkauft und läuft unter dem Motto clean lifestyle. In diesem Artikel erfahren Sie, warum das zu kurz gegriffen ist…

Im ersten Teil ging es um die Basics und die erste Säule, die Kosmetik. Heute geht es um die beiden verbleibenden Säulen eines clean lifestyle, denn clean living bedeutet mehr als gesund essen und sich bewegen…

Säule #2: Ihre Umgebung

Teflon in der Pfanne, Weichmacher aus Plastik, synthetische Duftstoffe aus Raumerfrischern, chemische oder Schwermetall-Ausdünstungen von Teppichböden, Strahlung von DECT-Telefonen und Handymasten und und und… Es gibt zahllose Dinge, die wir in unserem Heim haben, die unserem Körper schaden können. Manche Risikofaktoren sind relativ leicht aus der Welt zu schaffen, andere nur mit mehr Aufwand und finanziellem Einsatz.

Gehören Sie zu den Menschen, die Ihr Handy neben das Bett legen, weil Sie schnell noch eine Nachricht schicken, oder in der Früh gleich das Wetter checken wollen? Nachvollziehbar, aber nicht empfehlenswert. Im Jahr 2011 hat das IARC Mobilfunkstrahlen als wahrscheinliches Karzinogen der Stufe B2 eingestuft (selbe Stufe wie viele Schwermetalle). Unser Körper braucht die Stunden, in denen wir schlafen, dringend, um sich zu regenerieren, allein durch Maßnahmen im Schlafbereich können viele Belastungen abgebaut werden.

Quick wins – mit diesen Anpassungen erreichen Sie eine Menge:

  • Handys nicht mit zu Bett nehmen, oder zumindest in Flugmodus schalten
  • Beim Telefonieren mit dem Handy ein kabelgebundenes Headset verwenden (keinesfalls Bluetooth), Telefonate kurz halten
  • Wird der Datenzugriff gerade nicht gebraucht, diesen am besten ausschalten, das reduziert die Strahlung enorm
  • Handy nicht am Körper tragen, das Display sollte stets zum Körper zeigen (auch in der Handtasche, da die Hauptstrahlung nach hinten weggeht (Antennenposition)
  • WLAN über Nacht ausschalten
  • Aluminiumfolie verbannen (siehe meinen Artikel zum Thema Aluminium)
  • Plastikcontainer durch Glas ersetzen, speziell wenn Sie gekochte oder fetthaltige Lebensmittel aufbewahren (Wurst, Käse etc.)
  • Keine Sprudelgetränke aus Dosen, Plastikflaschen und vor allem Einwegplastikflaschen nicht mehrfach verwenden
  • Wenn Sie eine Flasche für unterwegs brauchen, kaufen Sie sich eine Tritanflasche, diese geben nach aktuellen Erkenntnissen keine Stoffe an den Inhalt ab
    Update 22.03.2016: Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass auch Tritanflaschen und -container hormonaktive Stoffe an den Inhalt abgeben, speziell nachdem sie UV-Strahlen ausgesetzt waren. Eine Übersicht getesteter Flaschen (amerikanische Modelle, die aber teilweise aber auch hier zu kaufen sind) und der Testergebnisse findet sich hier.
    Es scheint so, als ob hochwertiger Edelstahl und Glas wohl die besten Alternativen sind.
  • Ersetzen Sie Ihre Teflonpfanne durch hochwertige Edelstahl oder Keramikpfannen

Säule #3: Geist und Seele

Wir sind ganzheitliche Wesen und insofern gehört zu einem sauberen Lebensstil auch Psychohygiene und die Verbindung zum eigenen höheren Selbst. Nachdem sich die beiden ersten Säulen sehr mit dem Thema Schadstoffe, die wir aufnehmen befasst haben, geht es hier eher um die innere Balance, die wir haben. Können uns unsere Gedanken vergiften? Ja und Nein. Einerseits können Sie tatsächlich unsere Körperfunktionen beeinflussen, so dass z.B. ein sehr belastender Film über einen Zeitraum von mehrerer Stunden unsere Herzkranzgefäße verengt, während ein positiver Film diese erweitert. Befinden Sie sich also dauerhaft in einem negativen Gemütszustand, so schadet das auch Ihrem physischen Körper. Einen Artikel zum Thema positives Denken finden Sie hier – in diesem finden Sie eine Menge hilfreicher Tipps, wie Sie Ihre Gedanken in eine positivere Richtung lenken können.

Es gibt auch noch einen zweiten Aspekt, denn wenn wir gestresst sind, oder merken, dass irgendetwas nicht stimmt (meist ein Signal unserer Seele, dass wir uns gerade von uns selbst entfernen – falls Sie dazu mehr lesen wollen, lesen Sie den Artikel Go with the flow – dem Seelenweg folgen), dann suchen wir unbewusst nach Erdung für unseren Körper. Rauchen, Alkohol, schweres Essen – all diese Dinge erden, und so torpediert unsere seelisch-geistige Welt dann unseren physischen Körper.

Nicht zu vergessen ist auch, dass es Untersuchungen dazu gibt, dass psychischer Stress tatsächlich zu höheren Krankheitsquoten führt – das kann einfach eine Erkältung sein, weil der Stress unser Immunsystem schwächt, es kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung sein…

Seien Sie daher aufmerksam Ihren Gefühlen und Gedanken gegenüber und versuchen Sie mehr Augenmerk auf das Positive zu legen. Nach einer Weile des Übens wird sich das ziemlich verselbständigen, und Sie benötigen immer weniger Energie dafür.

Quick wins – so geht’s schnell

  • Führen Sie ein Danketagebuch – dort kommt alles rein, wofür Sie dankbar sind. Und denken Sie ausnahmsweise mal klein, auch die Annehmlichkeiten, die wir alle als selbstverständlich ansehen, sind ein Grund um dankbar zu sein: fließendes Wasser, eine heiße Dusche am Morgen, Ihr bequemes Bett, die freundlichen Nachbarn… Versuchen Sie einfach, mindestens 10 Dinge zu finden, für die Sie dankbar sind.
  • Suchen Sie ganz bewusst nach einer positiven Konsequenz, wenn Dinge mal schlecht laufen, z.B. erwischt sie eine Erkältung. Einerseits ist das natürlich für Ihren Arbeitgeber blöd (aber mal ehrlich, wir alle wissen, dass es immer auch ohne eine bestimmte Person geht – den Druck machen wir uns meist selbst), aber andererseits können Sie endlich das Buch lesen, das schon so lange auf dem Nachttisch liegt. Oder ein Auftrag wird nicht verlängert – so ergibt sich die Chance entweder mal einen Urlaub einzuschieben oder auch mal wieder was völlig Neues kennenzulernen… Ihr Partner benötigt ab sofort das Auto? Sie haben mehr Zeit zum Lesen, wenn Sie künftig U-Bahn fahren und mehr Bewegung… Sie verstehen was ich meine. Oftmals ist es eine Entscheidung, ob wir eine Situation nur schwarz sehen wollen, oder ob wir auch mögliche positive Auswirkungen sehen wollen.
  • Wenn Sie sich immer wieder dabei erwischen, dass Sie tagelang gar nichts für Ihren Positiv-Muskel getan haben, dann suchen Se sich irgendwas, mit dem Sie es verknüpfen können: eine Kastanie, die Sie auf Ihren Schreibtisch legen oder in die Jackentasche stecken, eine Postkarte an Kühlschrank, der Gang zur Toilette – irgendwas, was Sie garantiert mindestens einmal täglich wahrnehmen, so können Sie das Training Ihres Positiv-Muskels kaum vergessen.

Wann starten Sie in Ihren clean lifestyle?

Jetzt haben Sie eine ganze Menge Ansatzpunkte, wie Sie Ihr Leben sauberer gestalten können, also einen clean lifestyle einschlagen. Es liegt an Ihnen, sich den Bereich auszusuchen, in dem Sie entweder den größten Nutzen sehen oder die geringste Einstiegsbarriere. Wir Menschen ticken unterschiedlich – insofern gibt es nicht den einen Weg für alle, nicht die eine Ernährung für alle und auch nicht den einen Tipp, der alle ins Handeln bringt.

Es gibt aber Untersuchungen, dass die Chancen, dass man überhaupt startet, nach 48 Stunden verschwindend gering sind. Es reicht meist, einen ersten kleinen Schritt zu tun, z.B. einen kurzen Check der Küche zu machen und dann eine kurze Liste zu schreiben, was man anschaffen möchte und z.B. die Teflonpfanne in den Zu-Verschenken-Karton zu stellen. Unser Unterbewusstsein bekommt damit die Info „wir sind mitten drin“ und unterstützt Sie beim Weitermachen.

In diesem Sinne, suchen Sie sich Ihren Startpunkt und legen Sie los!

Herzlichst,
Ihre Christiane Mohr

PS: Lassen Sie mich doch über die Kommentarfunktion wissen, was Ihr erster Schritt war und wie es Ihnen danach erging…

 

Weiterführende Links

[1] http://www.christianemohr.de/positives-denken/

[2] http://www.christianemohr.de/seelenweg/

[3] Übersicht der Testergebnisse auf hormonaktive Stoffe in BPA-freien Plastikflaschen  http://www.motherjones.com/environment/2014/06/bpa-free-plastics-tritan-nalgene-dangerous

 

Bilder
Waschsalon © RyanMcGuire via pixabay.com