Erstausstattung

Zu Beginn kann es verwirrend sein, zwischen all den verschiedenen Optionen wählen zu müssen. Meine Empfehlung: Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie mit Smoothies und Säften überhaupt warm werden, dann fangen Sie klein an, für den Upgrade ist später immer noch Zeit.

Optionen an Mixern

Stabmixer

Stabmixer sind zur Zubereitung von Smoothies nicht so sehr geeignet. Mit leistungsstärkeren Modellen kann man aber einen ersten Eindruck bekommen. Ich habe meine ersten Smoothies mit dem Esge Zauberstab gemixt. Die waren natürlich nicht zu vergleichen mit den Smoothies, die ein Hochleistungsmixer zaubert. Die Konsistenz wird einfach nicht fein genug.

Womit es meiner Erfahrung nach nicht klappt, sind Stabmixer mit wenig Power und wenn sie einen Plastikschutz haben. Der Grund, warum der Zauberstab halbwegs passable Smoothies mixt, ist der fehlende Rahmen. Der Zauberstab hält über vier schmale Aufstellfüßchen Abstand zum Boden.

Wenn Sie keinen Stabmixer haben, denken Sie noch nicht einmal über die Anschaffung nach, zumindest nicht für Smoothies, sondern sehen Sie sich die weiteren Optionen an.

Küchenmaschine

Auch mit einer Küchenmaschine kann man erste Gehversuche machen. Ich hatte zum Beispiel eine Bosch Mum4000 und habe im Mixaufsatz auch einige Smoothies fabriziert. Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht… Es ergeben sich die selben Probleme wie bei den Stabmixern. Für einen ersten Versuch kann man sie nutzen, aber schaffen Sie sich um Himmels willen keinen an, um Smoothies zu machen, mit dem Hintergedanken, man könne die Maschine ja sonst auch anderweitig verwenden. Sie wären bitter enttäuscht.

Personal Blender

Unter Personal Blender versteht man kleine Mixer, die sozusagen für den persönlichen Gebrauch entworfen wurden. Meist hat man einen kleinen Motorblock und mehrere Aufsätze, d.h. man kann sich seinen Smoothie portionsweise mixen, und hat entweder zwei Portionen oder teilt brüderlich/schwesterlich mit den Liebsten.

Ich persönlich habe mir den Domo gekauft, als mein Puro zur Reparatur musste und er mixt trotz der Kompaktheit ziemlich gut, die Smoothies sind natürlich nicht ganz so fein, aber dennoch sind die Personal Blender ein wirklich guter Start.

Der Tribest Personal Blender ist sozusagen das Urgestein der Personal Blender und mixt angeblich sehr fein-sämige Smoothies. Persönliche Erfahrung habe ich damit nicht. Allerdings ist der Preis ein ganzes Stück höher.

BPA-frei sind übrigens beide. Egal, was Sie kaufen, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das Plastik kein BPA enthält.

Hochleistungsmixer

Nun kommen wir in eine Liga, die nicht mehr so ganz Einsteiger ist. Haben Sie schon Erfahrungen mit Smoothies, und wollen nun den nächsten Schritt tun, dann wird es auch etwas teurer.

Ich habe mir nach reiflicher Überlegung den Bianco Puro 4 gekauft. Für mich gab es einige Kriterien, die das Gerät auf jeden Fall erfüllen musste:

  • Smoothies und Suppen mussten super fein werden
  • Nussmuse und Nussmilch sollten problemlos herstellbar sein
  • Ansehnlich und so leise als möglich – für einen Hochleistungsmixer eher eine Herausforderung…

Ich hatte ca. 10 Jahren bereits den Kitchen Aid Standmixer, für die damalige Zeit war das so ziemlich das Teuerste Gerät auf dem Markt, Vitamin und Co waren da in Deutschland noch kein großes Thema. Ich war damals recht zufrieden, aber der Puro zerkleinert auf jeden Fall noch etwas besser. Die Konsistenz ist sensationell cremig.

Der Puro bringt einen Stößel mit Thermometer mit, super hilfreich wenn man sich rohköstliche ernähren möchte oder auch zur Joghurtzubereitung, da das Ferment in maximal 38 – 42 Grad heiße Milch eingerührt werden darf. Es gibt einen zweiten Mixaufsatz, der für Trockenmixen optimal ist (Gewürze, Kaffee, Nüsse) und es gibt einige Programme, die sehr hilfreich sind.

Ich verwende für meine Smoothies zum Beispiel immer das Gemüse-Programm, da werden die Smoothies cremiger, weil sie 2 Minuten lang in verschiedenen Geschwindigkeiten püriert werden. Allerdings erhitzt so ein Power-Mixer dann auch die Produkte, d.h. man muss etwas Eis hinzufügen.

Der Vitamix war auch auf meiner Scouting-Liste, hat aber sowohl im Bereich Optik als auch bezüglich der Lautstärke verloren.

Kurzfristig hatte ich noch den Thermomix im Blick, der auch oft als Multifunktionsgerät gepriesen wird, weil er ja auch noch kochen (Risotto) und backen kann. Eine Freundin hat das Gerät und so konnte ich glücklicherweise einen Smoothie probieren. Hier ist die Konsistenz mit der eines Smoothies aus einem echten Hochleistungsmixer wie dem Puro oder dem Vitamin nicht zu vergleichen.

Entsafter

Zentrifugal-Entsafter

Zentrifugal-Entsafter gibt es in allen Preisklassen. Was man von früher kennt, sind eigentlich ausschließlich Zentrifugal-Entsafter. Innerhalb des Entsafters dreht sich hierbei eine Reibescheibe mit extrem hoher Umdrehungszahl. Trifft das Obst oder Gemüse auf die Reibescheibe wird es klitzeklein geraspelt udn durch die höhn Zentrifugalkräfte wird der Saft nach außen in den Auffangbehälter geschleudert. Zurück bleibt der sogenannte Trester, also der Rest, den man wegwirft.

Zentrifugal-Entsafter sind im Normalfall laut, schnell und leider ist die Saftqualität nicht so besonders gut. Dafür gibt es wirklich preiswerte Einsteigermodelle. Wichtig ist bei der Nutzung dieser Entsafter, dass der Saft sehr schnell getrunken wird. Durch die hohe Umdrehungszahl wird viel Sauerstoff in den sagt gewirbelt. Dadurch oxidiert der Saft, Nährstoffe gehen verloren. Der Saft wird schnell braun und setzt sich unansehnlich ab. Außerdem ist die Konsistenz des Saftes weniger angenehm als bei einer Saftpresse.

Eine Freundin hat eine Philipps Entsafter, den ich live erleben durfte. Preislich nicht mehr ganz Einsteigerniveau, aber dafür super praktisch in der Handhabung. Großer Einfüllschacht, so kann man ganze Äpfel oder Rote Bete einfüllen und spart sich viel Schneidearbeit.

Ich hatte vor 15 Jahren ein recht preiswertes Ensteigermodell, das mich auf den Geschmack gebracht hat. Es hielt ungefähr ein Jahr, dann war die Reibescheibe stumpf, und ich kaufte mir danach eine hochwertige Saftpresse. Für Sie habe ich aber auch ein preiswertes Modell herausgesucht, das ich zwar nicht persönlich bewerten kann, aber hier geht es mir in erster Linie darum zu zeigen, dass der Einstieg nicht teuer sein muss.

Saftpressen

Saftpressen arbeiten nach einem gänzlich anderen Prinzip als die Zentrifugal-Entsafter. Sie hatten bis vor Kurzem immer eine horizontale Ausrichtung und die Geräte können beim besten Willen nicht als handlich bezeichnet werden. Sie pressen das Obst und Gemüse und extrahieren so den Saft. Dieses Verfahren ist deutlich schonender.

Nach meinen ersten Zentrifugal-Entsafter hab eich einen großen Schritt gemacht und habe mir den Champion-Entsafter gekauft. Er sieht aus wie aus den 50ern – und im Grunde ist er das auch. Das Design hat sich seitdem nicht verändert, das Gerät wird unverändert gebaut. Und ich muss sagen, ich habe so einiges durchgejagt, aber nicht einmal hat er ausgesetzt. Der Champion hat nur einen Kolben, der mit kleinen Edelstahlzacken versehen ist, diese reiben das Gemüse und der Saft wird dann durch ein Sieb gepresst. Das Pressgut kommt in vielen Fällen bereits sehr trocken heraus, falls es doch mal nass ist, kann man es ein zweites oder auch drittes Mal durch den Entsafter schicken. Dieses Prinzip funktioniert im Grunde genommen bei allen Saftpressen gleichermaßen. Und mit gefrorenen Früchten lässt sich mit dem Champion auch sehr leckere Eiscreme herstellen.

Es gibt viele horizontale Saftpressen, die meisten arbeiten allerdings nicht mit dem Klingen-System wie der Champion, sondern mit einem Schnecken-System. Das Schnecken-System hat gegenüber dem Klingensystem den Vorteil, dass auch grüne Blattgemüse besser verwertet werden können. Beim Champion ist das eine Schwachstelle. Grassäfte, wie Weizen- oder Gerstengras, oder auch Wildkräuter können mit diesen horizontalen Schneckensaftpressen ebenfalls hervorragend verarbeitet werden.

Der Nachteil: Man muss meist nachschieben (kann durchaus anstrengend sein) und sie nehmen eine Menge Platz ein. Die Reinigung ist dafür (mit wenigen Ausnahmen) ziemlich schnell erledigt.

Slow Juicer

Seit Kurzem gibt es eine neue Kategorie bei Entsaftern, die sogenannten Slow Juicer. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur wenige Umdrehungen pro Minute machen. Der Vorteil: Durch das langsame Drehen wird der Saft sehr schonend aus Obst und Gemüse gepresst und die Nährstoffe bleiben besser erhalten. Der Nachteil: Der Name ist Programm, so schnell wie mit einem Zentrifugal-Entsafetr ist man mit dem Saft nicht fertig.

Die allermeisten Slow Juicer sind sogenannte vertikale Saftpressen mit Schneckenkolben. Einige wenige Ausnahmen kombinieren Zentrifuge und langsame(re) Umdrehungen, das Ergebnis war für mich nicht sehr befriedigend. Es ist eben nicht Fisch, nicht Fleisch…

Bei den Slow Juicern habe ich momentan drei Favoriten:

  1. Juicepresso: Klein, handlich, schick und sehr preiswert. Er wäre mein Favorit, wenn man damit Grassäfte herstellen könnte.
  2. Tribest Slowstar: Super geeignet für Grassäfte, grünes Blattgemüse, man kann aber auch Smoothies, Eiscreme und Nussmuse zubereiten.
  3. Kuvings Whole Slow Juicer: Mein Favorit, weil er den großen Einfüllstutzen hat, da muss man kaum mehr schneiden. Es gibt eine Smoothie- und Eiscreme-Option, Grassäfte kann man ebenfalls herstellen, aber Nussmuse scheinbar nicht.

Außerdem habe ich noch einen wirklich preiswerten Slow Juicer von Klarstein mit guten Bewertungen herausgesucht, für den ich allerdings keine weitere Bewertung abgeben kann.