Welche Kosten verursacht Krebs gesamtwirtschaftlich gesehen? Infografik zu den Ergebnissen einer Studie des Lancet

Welche Kosten verursacht Krebs gesamtwirtschaftlich gesehen? Infografik zu den Ergebnissen einer Studie des Lancet

Neulich las ich im Lancet, einer medizinischen Fachzeitschrift, über eine Studie der ökonomischen Auswirkungen von Krebs. Untersucht wurden die Kosten, die durch die medizinische Betreuung, Pflege, Ausfallzeiten und verlorene Produktivität pro Jahr entstehen. Diese Zahlen sind erschreckend, vor allem wenn man berücksichtigt, dass fast die Hälfte der Kosten von 1,26 Milliarden (2009) nicht aus der medizinischen Versorgung und der Pflege herrühren, sondern aus der fehlenden Arbeitskraft der Erkrankten – und vermutlich auch der der Angehörigen.

Interessant auch die größten Kostenverursacher betrachtet nach den Krebsarten, hier steht Lungenkrebs an vorderster Stelle – und dennoch rauchen die Menschen weiter…

Nachdem Zahlen immer ein wenig trocken sind, habe ich die Ergebnisse der Lancet-Studie in einer Infografik zusammengefasst.

Was kostet uns Krebs auf der persönlichen Ebene?

Was keine Studie, keine Grafik widerspiegeln kann: Was kostet es den Krebspatienten und seine Angehörigen? Das Materielle ist das eine – Krebs neben den herkömmlichen Therapien durch alternative Therapien zu begleiten kann ziemlich teuer werden.

Viel wesentlicher aber ist, was es emotional kostet. Hier gibt es, und kann es keine allgemein gültigen Aussagen geben. Eines aber ist sicher: Wie wir die Diagnose Krebs verarbeiten und bewältigen, hängt zu einem sehr großen Teil davon ab, wie wir denken, und in welche Energie wir uns begeben.

Krebs konfrontiert uns – und das gilt auch für Krebsfälle im entfernteren Bekanntenkreis – mit der existenziellen Angst: der Angst vor dem Tod. “Die Einschläge kommen näher”, das ist wohl das, was wir als westliche Gesellschaften gerade erleben. Und es wird offenbar, dass wir die oder der nächste sein könnten. Dabei kommen auch viele alte Muster hoch (Glaubenssätze, Ängste, Überzeugungen…).

Während meiner Ausbildung zur THEKI® Meisterin und Lehrerin konnte ich am eigenen Leib und in der Arbeit mit meinen Lernpartnern erkennen, wie stark solch alte Muster in uns wirken. Und es sind nicht nur unsere eigenen Muster, es sind zusätzlich die Muster unserer Eltern, unserer Großeltern und die der Menschen, mit denen wir allgemein viel Zeit verbracht haben.  Und welch kraftvolle Veränderungen in einem Mensch vor sich gehen können, wenn man diese Muster lösen kann.

Was aber können wir im Alltag tun? Achtsam sein! Unsere Gefühle besser wahrnehmen und ihnen falls nötig nachspüren. Woher kommt mein Unbehagen? Was macht mir Angst? Was versetzt mich in Stress? Manchmal reicht allein das Bewusstmachen für eine Veränderung der Gefühle.

In diesem Sinne möchte ich Sie animieren, in der nächsten Zeit achtsam mit sich selbst umzugehen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und sage danke!
Herzlichst, Ihre Christiane Mohr

 

Weiterführende Information

http://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(13)70442-X/abstract

 

Bilder:
Infografik © Christiane Mohr