HerbsttagWahrlich gesund ist nur, wer auf allen Ebenen des Seins heil ist, daher verdient jeder dieser drei Bereiche unsere Aufmerksamkeit. Aber wie genau?

Heute ist der Welttag der geistigen Gesundheit, und in München startet die “Woche seelische Gesundheit” mit jeder Menge interessanter Veranstaltungen zum Thema. Ein guter Anlass für mich, endlich den Artikel zu schreiben, der schon länger in meinem Kopf herumspukt…

Als ich mich vor inzwischen mehr als 5 Jahren auf den Weg machte, mein Leben umzukrempeln, meinem höheren Selbst mehr Raum zu geben, beschäftigte ich mich unter anderem mit der Dreieinigkeit, die wir als Mensch darstellen: Körper, Geist und Seele. Auf den ersten Blick ist das ganz klar, schließlich hören wir es ja oft genug in den verschiedensten Zusammenhängen – und vor allem auch immer mehr in der Werbung. Somit werden wir mit dem Begriff “Körper, Geist und Seele” fast schon täglich konfrontiert.

Nun, der Körper ist ein Konzept, das wir ohne Probleme verstehen, denn wir stecken ja in ihm. Körperlichkeit, sozusagen unser Vehikel um in dieser Realität wirksam zu sein, also etwas tun zu können, ist uns wohl bekannt und eine Voraussetzung, unser Leben zu meistern. Haben wir körperliche Probleme, merken wir auf einmal, welch fantastische Leistung unser Körper tagtäglich erbringt, wenn wir ihn nämlich gar nicht wirklich wahrnehmen, weil einfach alles reibungslos funktioniert. Oder ist es Ihnen noch nie so ergangen, dass aufkommende Halsschmerzen Ihnen erst bewusst gemacht haben, wie häufig Sie schlucken? Oder ein Muskelkater, wie leichtfüßig Sie sich normalerweise bewegen?

Da wir unseren Körper so oft vernachlässigen und einfach erwarten, dass er funktioniert: Spüren Sie doch jeden Tag für ein paar Minuten bewusst in Ihren Körper. Nehmen Sie Unterschiede oder Gemeinsamkeiten wahr, oder schicken Sie einfach Energie und Licht an eine Stelle, die zwackt. Sie werden sehen, Ihr Körper dankt es Ihnen.

Wenn man bewusst darüber nachdenkt, scheint die Trennung von Geist und Seele auch sehr eindeutig zu sein, doch trennen wir im Alltag sauber zwischen den beiden Konzepten? Unser Geist entspricht unserem Verstand, unserem Denken, d.h. wenn unser Körper vergeht, dann stirbt mit ihm auch unser Geist. Allein die Seele ist der Anteil unserer selbst, der dieses Leben überdauert. Die Seele ist der Anteil, der uns führt.

Interessant finde ich hier schon, dass in München die “Woche der seelischen Gesundheit” startet, wobei der “Welttag der geistigen Gesundheit” den Auftakt darstellt. Wir sehen: In diesem Umfeld verschwimmen die Grenzen. In unserer Alltagssprache verwenden wir die Begriffe manchmal synonym. Und auch ich muss mich manchmal wieder daran erinnern und für mich prüfen, auf welcher Ebene meine Gesundheit gerade etwas Unterstützung braucht.

Fühle ich mich beispielsweise etwas niedergeschlagen, sinniere herum und habe trübsinnige Gedanken, dann lohnt es sich zu fragen, woher kommen diese Gedanken? Wie habe ich sie in mein Leben eingeladen? Und was tue ich dagegen, dass sie mich weiter beeinträchtigen?

Ein Beispiel: Ich hatte eine Freundin, die mir immer wieder die wildesten Geschichten erzählte, von all den schrecklichen Dingen, die passieren werden – Sie lesen richtig: passieren werden. Es muss ungefähr im Jahr 2005 gewesen sein, als sie mir von einer Prophezeiung erzählt (der Himmel weiß woher sie die hatte), dass bis Ende 2006 Deutschland aufgrund eines Atombombenabwurfs oder einer atomaren Katastrophe unbewohnbar sei. Und all meine Versuche, das Thema zu wechseln, schlugen fehl.

Ich ging nach Hause und schlief schlecht, Träume von Krieg, Unruhen, Verwüstung verfolgten mich – ein paar Wochen lang. Dann war der Spuk ausgestanden. Ich nahm mir vor, so etwas nicht noch einmal zuzulassen. Als sie mich wieder anrief und ein Treffen vorschlug, sagte ich ihr ganz offen und ehrlich, dass ich sie nur noch unter der Bedingung, dass sie solche Themen beiseite ließe, treffen würde. Sie willigte ein. Doch schon beim nächsten Treffen erzählte sie mir etwas ähnliches. So brach ich den Kontakt zu ihr ab.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie sie es aushält, mit so viel Negativität und Pessimismus zu leben, aber das ist ja auch ihre Entscheidung. Ich habe danach jedenfalls neue Freundinnen gefunden, mit denen das Lachen wichtiger ist – ohne dass wir Problemthemen ausgrenzen. Doch hier stelle ich mir – und meinen Freundinnen – stets die Fragen: Können wir etwas dran ändern? Was tun wir, damit es uns mit der Situation besser geht? Das ein oder andere Mal schalten wir dann einfach den “Galgenhumor-Modus” ein – und selbst das hilft, die graue Stimmung zu vertreiben…

Beim Thema geistiger Gesundheit geht es daher meines Erachtens viel um Verhaltensänderung und Selbstwahrnehmung. Wenn ich merke, wo ich mir selbst ein Bein stelle, oder wo mir externe Einflüsse schaden, dann muss ich mich oder meine Gewohnheiten ändern, um wieder heil zu werden. Und dazu gehören vor allem auch unsere Denkmuster. In meinem Buch “Krebsen Sie nicht rum!” gehe ich daher ausführlich auf das Thema Geisteshaltung ein.

Immer wieder ist zu lesen, dass körperliche Bewegung die geistige Verfassung stabilisiert. Und ich möchte dem uneingeschränkt zustimmen. Versuchen Sie doch mal einen Spaziergang, wenn Sie aus undefinierbaren Gründen irgendwie niedergeschlagen sind – vielleicht gerade jetzt, wo es draußen grau und trüb ist, und einige Menschen bereits Sorgen vor einer Winterdepression haben. Und dann nehmen Sie die Natur ganz bewusst wahr. Die schönen Seiten des Herbstes: Die klare, leicht feuchte Luft, der Geruch des Dunstes oder des Nebels oder gar des Regens, das Laub auf dem Boden, die kahlen Bäume… Schreiten Sie mit großen Schritten und atmen Sie tief ein und aus. Und dann teilen Sie doch Ihre Erfahrungen mit mir, hier im Blog oder unter facebook.com/LebenTrotzKrebs. Ich freue mich darauf!

Und damit kommen wir zur seelischen Gesundheit: Was ist unsere Seele? Sie ist unsere Leitinstanz, unser Wesenskern, unser höheres Selbst. Sie leitet uns durch unser Leben und kommuniziert mit uns – ob wir sie hören bzw. hören wollen, ist hingegen eine ganz andere Frage. Der Weg zum eigenen Wesenskern kann durchaus etwas steinig sein. Mir persönlich hat dabei THEKI® sehr geholfen, denn durch das Lösen von mentalen und auch seelischen Blockaden, zeigt sich der Kern, der zuvor überlagert war, mit der Zeit immer besser.

Sicherlich kennen auch Sie Momente, in denen Sie genau wussten, dass sich irgendetwas falsch anfühlt. Sagen wir ein Jobangebot: Eigentlich passen alle Rahmenbedingungen, doch irgendwie fühlt es sich nicht richtig an. Sehr wahrscheinlich ist das Ihre Seele, die auf ihre ganz eigene Art mit Ihnen kommuniziert. Leider geben wir unserem Geist oftmals Vorrang, denn warum wir nur aufgrund unseres Bauchgefühls einen Super-Job abgelehnt haben, lässt sich dem Umfeld oftmals schwer vermitteln. Außer Sie haben sich schon einen Ruf als “wunderlicher Kauz mit dem seltsamen Bauchgefühl” erarbeitet… Das ist übrigens ganz hilfreich, denn frei nach dem Motto “ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert” muss man ab einem bestimmten Punkt nur noch selten über die für andere seltsam anmutenden Entscheidungen und Taten diskutieren.

Und damit möchte ich Sie zum Auftakt der Woche der seelischen Gesundheit ermuntern, immer mehr auf die Kommunikationsversuche Ihrer Seele zu achten und Ihrer inneren Stimme zu folgen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und sage danke!
Herzlichst, Ihre Christiane Mohr

 

Bilder:
Morgenstimmung im Westpark © Christiane Mohr